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2013 - Königlicher Festtisch im Barockstil, Hong Kong China

03. March 2013 • Permanenter Link

Der grösste und luxuriöseste Einkaufstempel in Hong Kong, die “Harbour City“ mit mehr als 700 Geschäften, wo z.B. Chanel, Fendi und Gucci eng aneinander gereiht liegen, lud Gerhard ein, die Hauptattraktion für ihren “Schokoladenpfad 2013” bei der Eröffnungszeremonie zu sein. Er war auch der Hauptkünstler für die einen Monat dauernde Kunst-Ausstellung in der “Art Gallery at the Harbour”, mit dem klingenden Titel: “Das königliche Bankett”.

Gewicht:
ca. 300 kg Schokolade verbraucht

Tisch Größe:
5 m Länge, 1,20 m Breite

Workshop und Galerie:

Vollendeter Tisch:

Presse und Gäste:

Body Painting und Eröffnungs-Zeremonie:

Ort: Galerie in der “Harbour City”, Hong Kong, China

Das größte und eines der luxuriösesten Einkaufszentren in Hong Kong, in dem sich mehr als 700 Geschäfte, z.B. Chanel, Fendi, Gucci, etc. aneinander reihen, die “Harbour City“ lud Gerhard ein, die Hauptattraktion für ihren “Schokoladenpfad 2013” bei der Eröffnungszeremonie zu sein. Er war auch der Hauptkünstler für die einen Monat dauernde Kunst-Ausstellung in der “Art Gallery by the Harbour” zu sein, mit dem klingenden Titel: “Das königliche Bankett”

Die bekanntesten Schokolade- und Pralinenproduzenten aus aller Herren Länder waren im gesamten Gebäudekomplex verstreut und hatten die Möglichkeit, ihre Produkte entlang des Schokoladenpfades zu verkaufen, umgeben von märchenhaften Skulpturen, die zum Thema Schokolade erschaffen wurden. Sie stellten beliebte Fotomotive dar und waren bei Touristen, Einkaufshungrigen und Fotografen - neben dem königlichen Schokoladentisch in der Galerie - sehr beliebt.

Der zum vierten Mal veranstaltete Schokoladenpfad (“4th Chocolate Trail“) wurde gemeinsam vom General Manager, Gerhard und einem bekannten Moderator, der durch die gesamte Zeremonie führte - unter dem frenetischen Countdown-Chor der Massen - mit dem Durchschneiden eines roten Bandes, offiziell eröffnet.

Ort der Eröffnungszeremonie: Haupt-Atriumshalle
mit Schokoladen Body-Painting Live-Performance von Gerhard Petzl

Königlicher, barocker Bankett-Tisch: Art Gallery by the Harbour
Eröffnungszeremonie mit der Sängerin Elanne Kwong und Live Schokoladen Body-Painting

Kunst-Projekt:
Ein 5m langer Tisch wurde in eine königliche Festtafel im barocken Stil verwandelt, auf dem Torten, Parfaits, verschiedene Brotarten, Früchteständer mit Äpfeln, Bananen, Mandarinen, Trauben, Kiwis, Passionsfrüchten, Ringlotten und Erdbeeren zu sehen waren. Weiters gab es antike Flaschen, mit angewachsenen Muscheln übersät, die aussahen, als wären sie schon über hundert Jahre auf einer versunkenen Galeere gelegen, ehe sie dem König übergeben wurden. Als Gegenstück dazu glänzende Kristallflaschen in verschiedenen Grö ßen, Zuckerschalen, eine Auswahl aus verschiedenen Kristall-Wein- und Wassergläsern, Teller mit Untertellern, gefaltete Tischservietten mit geprägten Logos und edle Silberbesteck-Sets, ebenfalls mit Ornamenten verziert – alle aus Schokolade.

In der Mitte des Tisches stand ein beeindruckendes Kunstwerk als Blickfang, ein mit schwarzer und weißer Schokolade geschichtetes und handgeschnitztes Objekt, das ganz dem Stil des aktuellen Symbols des chinesischen Kalenders, der Schlange, angepasst war.
Das gesamte Objekt stand auf einer Schokoladenkugel, die wiederum von einer nest-ähnlichen Komposition umgeben war, die mit unzühligen, einzeln fixierten Blättern ausdekoriert war.
An den Tisch waren handgespritzte Äste, Rosen und feine Ornamente gespritzt, die von den rund 600 per Hand gemachten Schokoladenblättern ergänzt und harmonisch über den gesamten Tisch verteilt arrangiert wurden.

An den äußeren Tischseiten waren geschwungene Kordeln, die jeweils am oberen Ende mit münzgroßen Logos versehen waren, angebracht. Der Raum zwischen der oberen Tischkante und den Kordeln wurde sorgfältig in vielen Stunden (ungeplanter) Mehrarbeit händisch dekoriert, um einen imposanten Texturen-Kontrast zur glatten Tischdecke an der Seite bilden zu können.
Das Tischtuch an den jeweiligen Enden des Tisches wurde mit einem natürlich wirkenden Faltenwurf und einem Blumenarrangement in der Mitte zur realistischen Perfektion drapiert.

Auch die vier Tischbeine selbst waren mit einem Löwenpranken ähnelnden Design versehen und unter dem Tisch, seitlich eines Beines, war eine (Schokoladen-) Maus versteckt, die nur von wenigen aufmerksamen Kindern entdeckt wurde.

Aus ca. 2.500 bestehenden Einzelteilen, die in einer beeindruckenden und sorgfältigen Weise zusammengebaut wurden, entstand eine weltweit einzigartige Schokoladen-Sinfonie, ein visuelles Fest und eine Freude für Gaumen und Sinne.

Noch nie zuvor wurde ein 5m langer barocker Tisch kreiert, auf dem jedes einzelne dieser zahlreichen kleinen Kunstwerke aus 100% Schokolade bestand und womit ein Gesamtgewicht von ca. 300 kg Schokolade verarbeitet wurde.

Der Arbeitsprozess:
Den Beginn bildeten das Entwickeln und die Erstellung verschiedener Konzepte, Pläne und Formen. Gefolgt vom Bestellen der unzähligen verschiedenen Materialien und die Produktion der rund 3.000 Einzelteile (2.500 verwendete plus eine allfällig notwendige Reserve), für die Gerhard rund 3 ½ Monate in Sydney benötigte.

Eine schwierige Aufgabe, vor allem vor dem Hintergrund, dass gerade während der heiklen Produktionsphase das Gebiet um Sydney von der Hitzewelle des Jahrzehnts heimgesucht wurde… Gerhard musste Tag und Nacht zwei Klimaanlagen laufen lassen, um im Produktionsraum und den Lagerräumen konstante 20 Grad Celsius garantieren zu können, während im Freien ca. 40 Grad Celsius herrschten.

Die Abholung der Kartons musste drei Mal verschoben werden, da Gerhard einen kühleren Tag benötigte. Glücklicherweise gab es dann tatsächlich einen Wolkentag, an dem das Thermometer auf 23 Grad fiel. An diesem Tag konnte Gerhard das Risiko einer totalen Katastrophe minimieren, denn die zwei Hauptfeinde der Schokolade sind nun einmal Wärme und Luftfeuchtigkeit.

Das Verpacken der unzähligen, höchst zerbrechlichen, kleinen Kunstwerke, wie z.B. der Gabeln, Gläser, Teller und Blätter erforderten individuell erstellte, separate gepolsterte Verpackungseinheiten. Das erhöhte die Transportsicherheit und minimierte die Bruchgefahr und den damit verbundenen möglichen Zeitverlust durch etwaige Wiederherstellungsarbeiten in der Galerie in Hongkong.

Gerhard hatte den Zeitrahmen unterschätzt und dachte, er könnte alle Teile in rund 2 Tagen verpacken, doch stattdessen brauchten eine Assistentin und er vier ganze Tage nur für das Einwickeln und Verpacken in Schachteln, in denen jedes Schokoblatt und jede Gabel sorgfältig mit je vier Nadeln einzeln befestigt werden mussten, was rund 2.500 Nadeln benötigte. Eine zeit- und nervenraubende Angelegenheit und man kann sich vorstellen, wie erleichtert er sich danach fühlte.

Nach der Abholung der Boxen wurden diese als VIP-Gepäck in einer Über-Nacht-Express-Luftpostsendung nach Hong Kong geflogen. Als sie in der Galerie eintrafen, erwartete Gerhard sie dort schon und öffnete all die Boxen, packte die einzelnen Teile aus und dokumentierte die Schäden, die sich glücklicherweise in Grenzen hielten.

Der Zeitrahmen für den Aufbau und die Fertigstellung in der Galerie war eine Woche und zwei weitere Assistenten wurde daher extra aus Österreich eingeflogen, die hoch motiviert waren und Gerhard im Produktionsprozess tatkräftig zur Seite standen. Er war zu diesem Zeitpunkt ja bereits seit Monaten mit täglicher Arbeit an diesem Projekt tätig und dementsprechend erschöpft und blickte daher freudig dem Endspurt entgegen.

Das 3er-Team arbeitete konzentriert rund 12 Stunden pro Tag und an den 2 letzten Tagen, aufgrund unvorhergesehener Änderungen der Pläne und der damit verbundenen Mehrarbeit, sogar jeweils 16 Stunden. Der tolle Ausblick aufs Meer – durch die raumhohen Fenster – steigerte die Motivation, dies alles durchzuhalten.
Sie beendeten ihre Arbeit um 4 Uhr morgens am Tag der Eröffnung, als das Reinigungsteam bereits seit 3 Stunden vor der Galerie darauf wartete, loslegen zu können, denn die Eröffnungszeremonie fand ein paar Stunden später statt.

Nach dieser durchgearbeiteten Nacht verliefen sie sich um 4.30 Uhr morgens noch in den endlosen Hallen und Gängen des Einkaufstempels, da der gewöhnliche Ausgang, den man normalerweise benutzen konnte, bereits geschlossen war.
Die müden drei Musketiere wollten eigentlich nur ins Hotel, das auch innerhalb des Einkaufskomplexes lag, doch die nur Chinesisch sprechende Security-Dame hinter dem Drehkreuz verweigerte ihnen den Austritt, da die drei Herren mit ihrem Trolley, all den Schachteln, Töpfen und Rucksäcken offenbar sehr verdächtig aussahen. Die drei müden Schokotiger wurden letztendlich durch einen Security-Mann, der sie wiederkannte, in die Freiheit entlassen.

Nun ja, die Fertigstellung war zeitlich knapp und jeder einzelne Teilnehmer des Teams arbeitete rund 100 Stunden in dieser Woche. Nach Vollendung des Werks überwiegte eindeutig die Glückseligkeit über das fertige Kunstwerk, jeder war zufrieden mit dem Ergebnis und dadurch war es auch möglich, all die Strapazen zu vergessen.
Einhelliges Resümee: Es war auf alle Fälle die Anstrengungen wert!

Der vollendete Schokoladentisch ist ein weltweiter Meilenstein und ein weiteres rekordverdächtiges Projekt von Gerhard in Sachen Fine-Art in Schokolade.

Bei der anschließenden Eräffnungszeremonie in der Galerie konnte Gerhard die bekannte chinesische Sängerin und Schauspielerin Elanne Kwong begrüßen, die von ihm auch mit einem Schokoladen-Body-Painting an der Schulter versüßt wurde. Es waren zahlreiche Fotografen und TV-Stationen anwesend und im Anschluß gab es ein gemeinsames Fotoshooting mit Gerhard, Elanne und dem Tisch.

Gerhard durfte weiters den verehrten österreichischen Generalkonsul in Hong Kong, Herrn MMag. Maynhardt, begrüßen, der sich von der Opulenz der barocken Tafel und vom hohen handwerklich spezialisierten Niveau der Schokoladenkunst begeistert zeigte. Daher folgte er aufmerksam den Worten der detaillierten Schilderungen einzelner Objekte und Techniken, die Gerhard gerne preisgab. Gerhard selbst zeigte sich wiederum begeistert vom humorvollen Generalkonsul und freute sich sehr über den Besuch.

Die Ausstellung selbst wurde von mehr als 25.000 lokalen und internationalen Besuchern geschätzt, die die Galerie in diesem Monat stürmten, um dieses einzigartige Kunstwerk bewundern zu können.
Die Ausstellung war auch im Fernsehen zu sehen und in rund 30 verschiedenen Zeitungen, Magazinen und im Fernsehen auf über 3 Kontinenten wurde davon berichtet.

Gerhard möchte allen seinen Dank aussprechen, die an diesem Projekt beteiligt waren, wie z.B. dem Organisationsteam in Hong Kong, den Assistenten in Australien und aus Österreich, die gemeinsam diese tolle Ausstellung möglich gemacht haben.

Ein nochmaliges großes „Danke“ an alle und seinen eigenen Traditionen gemäß flog Gerhard direkt nach der Ausstellung auf eine einsame Insel, wo er seinen wohlverdienten Urlaub verbrachte und seinem müden Körper Erholung gönnte… ;-)

Assistenten:
Hr. Oliver Bisko (Technischer Assistent und Fotograf, A)
Hr. Simon-Karl Klasnic (Persönlicher Assistent, A)
Frl. Ayako Yasuda ( Persönliche Assistentin, AUS)